Sensibilisierung für ein wichtiges Thema

Sensibilisierung für ein wichtiges Thema • Großformatige Bilder zeigen versinkende Städte und Stonehenge in der Wüste. Mit einer neuen Ausstellung im Garten der vier Jahreszeiten will die Gemeinde Losheim die Bedeutung des Umweltschutzes in Erinnerung rufen. Bürgermeister Lothar Christ und Gäste sahen sich die Arbeiten jetzt an.

 

Es gibt viele Menschen, die die Folgen von Erderwärmung und Umweltzerstörung in Horrorszenarien anprangern. Aber nur wenige machen sich ernsthaft Gedanken darüber, wie man den Kurs korrigieren und eine Welt gestalten kann, in der es sich auch für die nächsten Generationen noch zu leben lohnt. Und nur wenige, die in dieser Sache den Mund aufmachen, haben auch tatsächlich etwas zu sagen.

 

Yannick Monget verfügt nicht nur über eine große künstlerische Begabung, sondern auch über ein fundiertes Fachwissen. Seine „Welten der Zukunft“ sind realisierbar, die Angst einflößenden ebenso wie die üppig begrünten Städte, deren Luftraum sich die Vögel mit futuristischen Flugobjekten teilen.

 

Die Ausstellung mit den großformatigen, durch informative Texte ergänzten Bildern wird bis Ende August im „Garten der vier Jahreszeiten“ am Losheimer Stausee zu sehen sein. Zur Eröffnung begrüßte Bürgermeister Lothar Christ den saarländischen Umweltminister Reinhold Jost, die Europabeauftragte des Saarlandes, Helma Kuhn-Theis, Landrätin Daniela Schlegel-Friedrich und befreundete Kommunalpolitiker aus den Nachbarländern Luxemburg, Frankreich und Belgien.

 

„Die Gemeinde Losheim nimmt umweltpolitisch landesweit einen hohen Rang ein“, erklärte Christ. Es gibt eine Kooperation mit anderen Städten und Gemeinden im Dreiländereck, aus der letztlich auch die Idee erwuchs, die Ausstellung von Yannick Monget in Losheim zu präsentieren. Christ dankte den Sponsoren vor Ort und äußerte die Hoffnung, dass auch viele junge Menschen, vor allem Schulklassen, den Weg hierher finden, „denn sie sind diejenigen, die die Welt der Zukunft gestalten werden.“

 

Reinhold Jost, der gemeinsam mit Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer die Schirmherrschaft für die Ausstellung übernommen hatte, lobte die intensive Auseinandersetzung des Künstlers mit diesem für uns alle so wichtigen Thema. Er zeige auf, dass Ökonomie und Ökologie keinen Widerspruch in sich darstellen müssen, sondern zum Wohle aller effizient miteinander verbunden werden können.

 

Auch Helma Kuhn-Theis betonte den grenzübergreifenden Aspekt der Bilder, deren Themen alle Menschen angehen. Sie bedauerte, dass die Energiepolitik immer noch allein in der Hoheit der Nationalstaaten liegt. „Es wäre sinnvoll, für grenzüberschreitende Proble-me auch gemeinsame Lösungen zu finden.“ Die umfangreich dokumentierten großformatigen Bilder sind entlang eines ausgeschilderten Pfades im „Garten der vier Jahreszeiten“ ausgestellt.

 

Sie zeigen alle Aspekte der ökologischen Herausforderungen auf, mit denen wir zu Beginn des neuen Jahrtausends konfrontiert sind – von der Luftverschmutzung über das Verschwinden der Regenwälder bis zur Überflutung der Küstenregionen, bei der Städte wie New York oder Tokio in den Fluten versinken.

 

Da sieht man Stonehenge und aztekische Tempel in der Wüste stehen, eine Gruppe von Walen vor der japanischen Küste und Städte, die unter riesigen Smogwolken begraben sind.

 

Aber auch andere Szenarien sind möglich: Blühende grüne Städte steigen wie ein Phönix aus der Asche. Windräder und Sonnenkollektoren liefern die Energie für riesige Hochhäuser, und Tempel zeigen, dass wir zu den Werten unserer Ahnen zurück gefunden haben.

 

Hier malt Monget eine Welt, die Hoffnung und Lebensfreude weckt und die Lust, all das aktiv mitzugestalten.

 

Zum Thema:

Zur PersonYannick Monget: Der in Metz lebende Künstler hat sich in Wort und Bild auf Fragen rund um den aktuellen Klimawandel spezialisiert. Er ist Gründer und Vorsitzender der Symbiom-Groupe, die sich aktiv mit der Formulierung und Lösung von Umweltfragen beschäftigt. In Wort und Bild publiziert er weltweit. Er ist auch Autor mehrerer Science-Fiction-Romane, darunter das Buch „Resilience“, das sich mit der nuklearen Problematik auseinandersetzt. eil

 

Saarbrücker Zeitung

 

 

 

 

 

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